Website Relaunch SEO: Checkliste gegen Rankingverlust
Bei einem Relaunch verlieren Seiten ihre Platzierung meist aus drei Gründen: Adressen ändern sich ohne Weiterleitung, Texte verschwinden oder die neue Seite ist für Google gesperrt. Alle drei lassen sich vermeiden, wenn Sie vorher den Bestand erfassen und beim Livegang eine feste Reihenfolge einhalten. Diese Checkliste für Website Relaunch SEO zeigt, was Sie in welcher Phase prüfen.
Bestand erfassen, bevor Sie etwas ändern
Bevor die neue Seite entsteht, brauchen Sie ein Abbild der alten. Ohne diese Grundlage wissen Sie nach dem Livegang nicht, was fehlt. Legen Sie eine einfache Tabelle an und sammeln Sie diese Angaben:
- alle Adressen (URLs) der alten Seite, am besten mit einem Crawling-Programm ausgelesen, das die Seite wie Google durchläuft
- die Seiten, die in der Google Search Console Klicks und Impressionen haben
- Seiten, auf die andere Websites verlinken (Verzeichnisse, Kammern, Vereine, Presse)
- aktuelle Seitentitel, Meta-Beschreibungen und Hauptüberschriften
- Platzierungen für Ihre fünf bis zehn wichtigsten Suchbegriffe, einfach per Screenshot oder Notiz
- Tracking-Codes, Formulare und eingebundene Dienste wie Terminbuchung oder Karten
Sichern Sie außerdem eine komplette Kopie der alten Seite. Falls etwas schiefgeht, haben Sie die alten Texte und Bilder noch.
Entscheiden, was bleibt
Ein Relaunch verleitet dazu, alles neu zu schreiben. Das ist riskant. Eine Seite, die heute Anfragen bringt, sollten Sie nicht ohne Grund umbauen. Ein Heizungsbauer, dessen Seite zur Wartung in Stade gut gefunden wird, behält Thema, Überschrift und die wichtigsten Aussagen. Er verbessert Aufbau und Lesbarkeit, ersetzt aber nicht den Inhalt.
Markieren Sie in der Tabelle jede Seite mit einer von vier Entscheidungen: behalten, überarbeiten, zusammenlegen oder entfernen. Entfernen sollten Sie nur Seiten ohne Besucher, ohne Links und ohne inhaltlichen Nutzen.
Adressen so lassen, wie sie sind
Die sicherste Lösung ist, die URLs unverändert zu übernehmen. Wenn die Seite heute unter /leistungen/heizungswartung/ erreichbar ist, bleibt sie dort. Das ist nicht immer machbar, etwa wenn die alte Seite mit kryptischen Adressen wie /index.php?id=47 arbeitet. Dann brauchen Sie für jede geänderte Adresse eine Weiterleitung.
Weiterleitungen einrichten
Eine 301-Weiterleitung sagt Browsern und Suchmaschinen: Diese Seite ist dauerhaft umgezogen. Besucher landen automatisch auf der neuen Adresse, und Google überträgt die Bewertung der alten Seite weitgehend auf die neue.
Diese Regeln gelten für die Weiterleitungsliste:
- Jede alte Adresse zeigt auf die inhaltlich passende neue Seite, eins zu eins.
- Leiten Sie nicht pauschal alles auf die Startseite. Google behandelt das häufig wie eine fehlende Seite.
- Vermeiden Sie Ketten. Alt führt direkt zu neu, nicht über eine Zwischenstation.
- Seiten, die wirklich entfallen, liefern einen 404-Fehler oder, wenn sie dauerhaft weg sind, den Status 410. Eine hilfreiche Fehlerseite mit Links zu den Hauptbereichen gehört dazu.
- Prüfen Sie auch die Varianten mit und ohne www sowie http und https. Alle sollen auf eine einzige Hauptadresse führen.
Testen Sie die Liste vor dem Livegang stichprobenartig, danach vollständig. Ein Crawling-Programm kann Ihre Liste mit den alten Adressen abarbeiten und zeigt, wo eine Weiterleitung ins Leere läuft.
Inhalte der neuen Seite prüfen
Die Texte entscheiden darüber, ob die neue Seite für dieselben Suchbegriffe infrage kommt wie die alte. Prüfen Sie pro Seite:
- Seitentitel und Meta-Beschreibung sind gesetzt und passen zum Thema der Seite.
- Es gibt genau eine Hauptüberschrift, darunter sinnvoll gegliederte Zwischenüberschriften.
- Der Text deckt die Fragen ab, die er vorher beantwortet hat. Kürzen Sie nur, was überflüssig ist.
- Interne Links verbinden verwandte Seiten, etwa eine Leistungsseite mit passenden Ratgebern.
- Bilder haben sprechende Dateinamen und eine kurze Beschreibung (Alt-Text).
- Name, Adresse und Telefonnummer stimmen mit Ihrem Google Unternehmensprofil und den Verzeichniseinträgen überein.
Für Betriebe mit regionalem Fokus lohnt sich dazu ein Blick in die lokale SEO Checkliste für Betriebe in Stade. Dort stehen die Punkte, die für die Ortssuche zusätzlich zählen.
Technik vor dem Livegang
Die häufigste und teuerste Panne ist ein vergessener Indexierungsschutz. Entwicklungsseiten werden meist mit „noindex“ oder per Passwort gesperrt, damit Google sie nicht aufnimmt. Wird diese Sperre beim Livegang mitgenommen, verschwindet die Seite aus den Suchergebnissen. Kontrollieren Sie das gleich am Livegangstag.
Diese Punkte gehören auf die technische Liste:
- noindex entfernt, robots.txt erlaubt das Durchsuchen der Seite
- XML-Sitemap mit allen Seiten, die in Google erscheinen sollen
- Canonical-Angaben zeigen auf die jeweils richtige Adresse
- HTTPS läuft auf allen Seiten ohne Zertifikatswarnung
- die Seite funktioniert auf dem Handy, Texte und Schaltflächen sind gut bedienbar
- Ladezeit der wichtigsten Seiten ist geprüft, besonders bei großen Bildern
- Kontaktformular, Telefonlinks und Terminbuchung sind getestet
- Tracking und Search Console sind eingebunden
Wenn Sie einen Relaunch mit mir planen, ist dieser Test Teil der Fertigstellung. Wie ich bei Webdesign ohne Baukasten vorgehe, steht auf der Leistungsseite.
Livegang und die Tage danach
Legen Sie den Livegang auf einen Zeitpunkt, an dem Sie die Seite anschließend beobachten können. Freitagnachmittag ist ungünstig. Gehen Sie so vor:
- Neue Seite und Weiterleitungen gleichzeitig aktivieren.
- Noindex und Passwortschutz prüfen, Startseite und mehrere Unterseiten im Browser aufrufen.
- Neue Sitemap in der Search Console einreichen.
- Für wichtige Seiten die Indexierung in der Search Console anstoßen.
- Das Google Unternehmensprofil auf die neue Adresse prüfen.
In den folgenden Wochen schauen Sie regelmäßig in die Search Console. Dort sehen Sie Fehlerseiten, nicht indexierte Seiten und die Entwicklung der Klicks. Tauchen 404-Fehler für Adressen auf, die Sie vergessen haben, ergänzen Sie die Weiterleitung. Vergleichen Sie Ihre Platzierungen mit den Notizen von vorher.
Leichte Schwankungen in den ersten Wochen sind normal, weil Google die neue Struktur erst neu einordnen muss. Eine Garantie, dass alle Platzierungen gleich bleiben, gibt es auch bei sauberer Arbeit nicht. Bleibt ein Einbruch nach mehreren Wochen bestehen, suchen Sie zuerst bei den Weiterleitungen, bei gestrichenen Inhalten und bei der Indexierung.
Wenn sich die Domain ändert
Zieht die Seite auf eine neue Domain um, kommt ein Schritt dazu: In der Search Console melden Sie die Adressänderung. Die Weiterleitungen von der alten Domain halten Sie dauerhaft aufrecht, mindestens solange noch Links und Einträge auf die alte Adresse zeigen. Aktualisieren Sie außerdem E-Mail-Signaturen, Verzeichniseinträge und Profile in sozialen Netzwerken. Wer nur das Design erneuern will, ändert die Domain besser nicht.
Planen Sie einen Relaunch und möchten wissen, wie viel Aufwand bei Ihrer bestehenden Seite anfällt, schicken Sie mir die Adresse über die Projektanfrage.
Häufige Fragen
Verliert eine Website bei einem Relaunch immer Rankings?
Nein, nicht zwingend. Verluste entstehen meist durch fehlende Weiterleitungen, gestrichene Inhalte oder einen vergessenen Indexierungsschutz. Leichte Schwankungen in den ersten Wochen sind normal, eine Garantie für unveränderte Platzierungen gibt es aber nicht.
Was ist eine 301-Weiterleitung?
Eine 301-Weiterleitung leitet Besucher und Suchmaschinen dauerhaft von einer alten auf eine neue Adresse um. Google überträgt dabei die Bewertung der alten Seite weitgehend auf die neue. Wichtig ist, dass die Ziel-Seite inhaltlich zur alten passt.
Wie lange dauert es, bis Google die neue Seite erfasst hat?
Das hängt von der Größe der Seite und davon ab, wie oft Google sie besucht. Bei kleinen Betriebsseiten dauert es meist einige Tage bis Wochen. Mit eingereichter Sitemap und angestoßener Indexierung wichtiger Seiten können Sie den Vorgang unterstützen.
Muss ich bei einem Relaunch alle Texte behalten?
Nicht jeden Satz, aber die Themen und Aussagen von Seiten, die heute gefunden werden und Anfragen bringen. Überarbeiten Sie Aufbau und Lesbarkeit, statt den Inhalt komplett zu ersetzen. Entfernen Sie nur Seiten ohne Besucher, Links und Nutzen.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt.