Website für Handwerker: Diese Inhalte bringen Anfragen
Wer nachts einen defekten Wasserhahn hat oder im Frühjahr ein neues Dach plant, sucht meist mit dem Handy. Er öffnet zwei, drei Treffer und ruft bei dem an, bei dem er schnell versteht: Das ist ein Betrieb für mein Problem, und der kommt zu mir. Eine Website für Handwerker muss genau diese beiden Fragen beantworten. Alles andere ist zweitrangig.
Die Startseite: Gewerk, Ort, Telefonnummer
Im sichtbaren Bereich, noch ohne Scrollen, gehören vier Dinge hin:
- ein Satz, was Sie machen, mit dem Gewerk, zum Beispiel „Elektroinstallation für Privathaushalte und Gewerbe“
- die Orte, in denen Sie arbeiten, zum Beispiel Stade, Buxtehude und Harsefeld
- Ihre Telefonnummer, die sich auf dem Handy per Fingertipp wählen lässt
- ein Button, der zur Anfrage führt
Sprüche wie „Qualität seit Generationen“ sagen dem Besucher nichts. Er kann sie nicht prüfen und sie unterscheiden Sie von keinem anderen Betrieb. Ein Foto Ihres Teams oder einer fertigen Arbeit ist besser als ein Bild, das irgendwo anders genauso hängen könnte.
Jede Leistung bekommt eine eigene Seite
Wer einen Heizungsbauer sucht, tippt „Heizung tauschen“ ein und nicht „Haustechnik“. Wenn Sie mehrere Leistungen anbieten, schreiben Sie deshalb für jede eine eigene Seite. Suchmaschinen können eine Seite so klarer einem Thema zuordnen, und der Besucher findet sofort, was er sucht.
Auf eine Leistungsseite gehören:
- was genau enthalten ist und was nicht
- für wen die Leistung gedacht ist, etwa Altbau, Neubau oder Gewerbe
- wie der Ablauf aussieht, vom ersten Anruf bis zur Abnahme
- mindestens ein Foto einer echten Arbeit
- was der Kunde vorbereiten oder bereithalten sollte
Preise müssen nicht überall stehen. Wenn Sie Richtwerte nennen, dann nur solche, die Sie auch halten können. Ein Satz dazu, wovon der Preis abhängt, schafft schon Vertrauen.
Das Einsatzgebiet ehrlich benennen
Nennen Sie die Orte, in die Sie wirklich fahren, am besten im Fließtext und im Seitentitel. Ein Betrieb aus dem Landkreis Stade schreibt also, dass er in Stade, Buxtehude, Harsefeld und den umliegenden Gemeinden arbeitet, und nicht nur „im Norden“.
Eine eigene Seite pro Ort lohnt sich nur, wenn sie echten Inhalt hat, etwa ein Projekt vor Ort oder eine Besonderheit der Gegend. Zehn Seiten mit identischem Text und ausgetauschtem Ortsnamen rate ich ab. Sie helfen dem Besucher nicht, und Suchmaschinen stufen so etwas in der Regel als wenig nützlich ein.
Beweise statt Versprechen
Kunden lassen Handwerker in ihr Haus. Sie wollen vorher sehen, wer da kommt und ob die Arbeit sauber ist. Das lässt sich auf der Seite zeigen.
Bilder eigener Baustellen mit zwei, drei Sätzen darunter wirken stärker als jede Eigenwerbung: Was war das Problem, was haben Sie gemacht, wie lange hat es gedauert. Vorher-nachher-Bilder funktionieren gut. Fotografieren Sie Kundenobjekte nur mit Erlaubnis.
Zeigen Sie außerdem, was Sie tatsächlich vorweisen können: Meisterbetrieb, Innungsmitgliedschaft, Herstellerzertifikate. Was nicht stimmt, schreiben Sie nicht hin. Ein Foto des Inhabers mit Namen macht aus einem anonymen Betrieb eine Person, die man anrufen kann.
Bewertungen holen Sie am besten bei Google ein. Wie Sie das Profil dafür aufsetzen, steht in unserer Anleitung zum Google Unternehmensprofil.
Die Anfrage so leicht wie möglich machen
Viele Handwerkerseiten verlieren Anfragen an einer Stelle, die niemand testet: dem Kontakt. Prüfen Sie selbst auf dem Handy, ob Sie in zwei Fingertipps jemanden anrufen können.
Für das Formular reichen meist Name, Telefonnummer, Ort und ein Feld für die Beschreibung. Ein optionaler Foto-Upload hilft Ihnen, den Aufwand vorab einzuschätzen. Jedes weitere Pflichtfeld senkt die Zahl der Anfragen.
Sagen Sie dem Besucher, was nach dem Absenden passiert, zum Beispiel „Ich rufe Sie am selben oder nächsten Werktag zurück“. Schreiben Sie nur hin, was Sie einhalten. Bieten Sie einen Notdienst an, muss das sofort erkennbar sein. Und der Kontakt gehört auf jede Seite, nicht nur auf die Kontaktseite.
Technik, die man nicht sieht
Öffnen Sie Ihre Seite auf dem eigenen Handy, im mobilen Netz und nicht im WLAN. Wenn der Aufbau länger dauert oder Texte zu klein sind, springen Besucher ab. Häufige Ursache sind Fotos, die direkt von der Kamera hochgeladen wurden und mehrere Megabyte groß sind. Sie lassen sich verkleinern, ohne dass man es sieht.
Für gewerbliche Websites in Deutschland brauchen Sie ein Impressum und eine Datenschutzerklärung. Was genau hineingehört, hängt von Ihrem Betrieb und den eingebundenen Diensten ab, etwa Karten, Formulare oder Statistik. Das ist keine Rechtsberatung. Im Zweifel klären Sie es mit einer Anwältin oder einem Datenschutzbeauftragten.
Damit Google die Seite Ihrer Region zuordnet
Schreiben Sie in den Seitentitel Gewerk und Ort, etwa „Heizungsbau in Stade“, gefolgt vom Betriebsnamen. Name, Adresse und Telefonnummer sollten auf der Website und im Google-Profil exakt gleich lauten. Verlinken Sie Ihre Leistungsseiten untereinander, damit Besucher und Suchmaschinen den Aufbau verstehen.
Eine Garantie für Platz eins gibt es nicht, auch nicht bei sauberer Arbeit. Mit diesen Grundlagen schaffen Sie aber die Voraussetzung, dass Ihre Seite für regionale Suchen überhaupt infrage kommt. Weitere Punkte finden Sie in der Checkliste für lokale SEO.
Checkliste vor dem Livegang
- Gewerk und Einsatzgebiet stehen im oberen Bereich der Startseite
- Telefonnummer ist auf dem Handy antippbar
- Jede Leistung hat eine eigene Seite mit echtem Foto
- Referenzen zeigen eigene Arbeiten mit kurzer Beschreibung
- Der Inhaber ist mit Foto und Namen zu sehen
- Das Kontaktformular hat so wenige Pflichtfelder wie möglich
- Impressum und Datenschutzerklärung sind vorhanden und aktuell
- Name, Adresse und Telefonnummer stimmen mit dem Google-Profil überein
- Die Seite lädt auf dem Handy im mobilen Netz zügig
Wenn Sie Ihre Seite von Grund auf neu aufbauen lassen möchten, schildern Sie mir Ihren Betrieb über das Kontaktformular. Sie bekommen innerhalb von 24 Stunden eine Antwort.
Häufige Fragen
Braucht ein Handwerksbetrieb eine eigene Website, wenn er ein Google-Profil hat?
Das Google-Profil bringt Anrufe und Routenanfragen, ersetzt aber keine Website. Auf der Website können Sie Leistungen erklären, Arbeiten zeigen und Anfragen strukturiert entgegennehmen. Aus meiner Sicht ergänzen sich beide, und das Profil verweist idealerweise auf die Website.
Welche Seiten braucht eine kleine Handwerker-Website mindestens?
Eine Startseite, je eine Seite pro Hauptleistung, eine Seite mit Referenzen oder Über-uns-Inhalten und eine Kontaktseite. Dazu kommen Impressum und Datenschutzerklärung. Der genaue Umfang hängt davon ab, wie viele Leistungen Sie anbieten.
Soll ich für jeden Ort in der Umgebung eine eigene Seite anlegen?
Nur, wenn Sie für den Ort echten Inhalt haben, etwa ein Projekt vor Ort. Seiten, die sich nur im Ortsnamen unterscheiden, helfen dem Besucher nicht. Nennen Sie Ihr Einsatzgebiet lieber klar auf der Startseite und den Leistungsseiten.
Wie lange dauert es, bis eine neue Handwerker-Website online ist?
Bei mir ist eine Website in der Regel in ein bis zwei Wochen online. Die Dauer hängt vor allem davon ab, wie schnell Texte und Fotos vorliegen. Den Preis erhalten Sie vorab als Festpreis.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt.