Webdesign und SEO · · 5 Min. Lesezeit · von Fabian Kretzschmar

Website Baukasten oder Webdesigner: Vergleich für Betriebe

Für eine kleine Online-Visitenkarte mit Adresse, Öffnungszeiten und ein paar Fotos reicht ein Baukasten oft aus. Soll die Seite dagegen regelmäßig neue Kunden bringen, stößt er schneller an Grenzen. Bei der Frage Website Baukasten oder Webdesigner gibt es keine Antwort für alle, aber ein paar klare Kriterien. Ich programmiere Websites selbst und verdiene damit mein Geld. Das sollten Sie beim Lesen wissen, ich beschreibe beide Seiten trotzdem so fair wie möglich.

Was ein Baukasten ist

Bei einem Baukasten wählen Sie eine Vorlage, ziehen Texte und Bilder per Maus an die gewünschte Stelle und veröffentlichen die Seite. Technik, Server und Updates übernimmt der Anbieter. Dafür zahlen Sie in der Regel ein monatliches oder jährliches Entgelt, solange die Seite online sein soll. Die Seite läuft auf dem System des Anbieters, nicht auf Ihrem eigenen.

Bei einer individuell programmierten Seite schreibt ein Entwickler den Code selbst, passend zu Ihrem Betrieb. Es gibt keine Vorlage, die Sie in ihre Grenzen zwingt. Dafür kostet der Start mehr, und Sie brauchen jemanden, der sich auskennt.

Wo ein Baukasten gut passt

Ein Baukasten ist sinnvoll, wenn die Anforderungen klein bleiben und Sie Zeit zum Basteln haben. Das trifft zum Beispiel zu bei:

  • einem Nebengewerbe, das erst einmal online auffindbar sein soll
  • einem Verein oder einer Veranstaltung mit begrenzter Laufzeit
  • einem Test, ob ein Angebot überhaupt Interesse weckt
  • Betrieben, die ihre Kunden ohnehin über Empfehlungen gewinnen und die Seite nur als Nachweis brauchen

In diesen Fällen wäre eine aufwendige Entwicklung übertrieben. Wer die Seite selbst baut, spart Geld und kann sofort Änderungen vornehmen.

Wo ein Baukasten an Grenzen stößt

Laufende Kosten

Die Miete läuft, solange die Seite existiert. Über mehrere Jahre kommt dabei eine Summe zusammen, die man beim Start selten einrechnet. Dazu kommen oft Zusatzpakete, etwa für eine eigene Domain, mehr Speicher oder Zusatzfunktionen. Wie sich die Kosten bei beiden Wegen zusammensetzen, habe ich in einem eigenen Beitrag mit Kostenbeispielen für Betriebe beschrieben.

Sichtbarkeit bei Google

Baukästen können Titel und Beschreibung einer Seite einstellen, das reicht für den Grundstock. Schwieriger wird es bei sauberem Aufbau, schlanker Technik und Ladezeit. Viele Vorlagen laden mehr Code, als Ihre Seite braucht, und darauf haben Sie wenig Einfluss. Das heißt nicht, dass eine Baukasten-Seite nie gut rankt. Aber wer vor Ort gefunden werden will, etwa als Handwerker in Stade oder als Praxis in Buxtehude, hat bei eigenem Code mehr Spielraum. Für lokale Sichtbarkeit zählen zusätzlich Dinge außerhalb der Seite, zum Beispiel der Google-Unternehmensprofil-Eintrag. Garantieren kann das niemand, weder bei einem Baukasten noch bei einer eigenen Seite.

Sonderwünsche

Sobald Sie etwas brauchen, das die Vorlage nicht vorsieht, wird es zäh. Ein Beispiel: ein Formular, das Anfragen nach Leistung sortiert, ein Kalkulator für Preisanfragen oder eine Anbindung an Ihre Rechnungsverwaltung. Manches lässt sich über Zusatzmodule lösen, oft nur halb. Bei eigenem Code programmiert man genau das, was Sie brauchen.

Umzug

Ein Baukasten-Auftritt lässt sich meist nicht einfach exportieren und woanders betreiben. Wenn Sie den Anbieter wechseln, müssen Sie die Seite in der Regel neu aufbauen. Das ist kein Drama bei fünf Seiten, aber lästig bei fünfzig. Prüfen Sie vor dem Start in den Bedingungen, was mit Ihren Inhalten passiert, wenn Sie kündigen.

Datenschutz

Auch bei Baukästen sind Sie als Betreiber der Seite für Datenschutz, Impressum und Cookie-Hinweise verantwortlich. Je nachdem, welche Dienste im Hintergrund laufen, müssen Sie diese angeben. Das gilt bei einer eigenen Seite genauso, dort können Sie aber festlegen, welche Dienste überhaupt eingebunden werden. Das ist keine Rechtsberatung. Bei Unsicherheit klärt das eine Anwältin oder ein Anwalt mit Schwerpunkt Datenschutz.

Was für eine individuell programmierte Seite spricht

Sie bekommen eine Seite, die auf Ihren Betrieb zugeschnitten ist. Aufbau, Texte und Technik richten sich nach Ihrem Ziel, nicht nach den Grenzen einer Vorlage. Die Seite gehört Ihnen, Sie können sie jederzeit zu einem anderen Hoster umziehen. Und weil der Code nur enthält, was gebraucht wird, lädt sie in der Regel schlanker.

Die Nachteile sollten Sie kennen. Der Einstieg kostet mehr als die erste Monatsmiete beim Baukasten. Sie hängen außerdem von der Person ab, die den Code geschrieben hat. Deshalb lohnt sich die Frage, wer die Seite nach dem Start pflegt und ob Sie einen festen Ansprechpartner haben. Bei mir ist das Fabian Kretzschmar, also ich selbst, und der Preis steht vorab fest. Die Seite ist in der Regel in ein bis zwei Wochen online. Was zu den Leistungen gehört, steht unter Leistungen.

Entscheidungshilfe

Beantworten Sie diese Fragen ehrlich für Ihren Betrieb:

  • Soll die Seite aktiv neue Anfragen bringen oder nur Ihre Daten zeigen?
  • Wollen Sie bei Google für Suchen aus Ihrer Region gefunden werden?
  • Haben Sie die Zeit und Lust, Texte, Bilder und Technik selbst zu pflegen?
  • Brauchen Sie Funktionen, die über Text, Bilder und ein Kontaktformular hinausgehen?
  • Soll die Seite in fünf Jahren noch laufen, ohne dass Sie ständig Miete zahlen?

Wenn Sie viermal oder öfter mit Nein antworten, reicht ein Baukasten wahrscheinlich aus. Bei drei Ja-Antworten oder mehr würde ich eine eigene Seite vorziehen. Das ist keine feste Regel, sondern meine Einschätzung aus der Praxis.

Der häufigste Denkfehler

Viele Betriebe vergleichen nur den Preis im ersten Monat. Der Baukasten gewinnt diesen Vergleich fast immer. Sinnvoller ist die Frage, was die Seite nach drei bis fünf Jahren gekostet hat und was sie in dieser Zeit eingebracht hat. Eine billige Seite, die keine Anfragen bringt, ist teurer als eine teure, die welche bringt. Dazu kommt Ihre eigene Zeit. Wer abends selbst an der Seite bastelt, zahlt mit Freizeit, die sonst Ihrem Betrieb zugutekäme.

Wie es weitergeht

Wenn Sie unsicher sind, schildern Sie mir kurz Ihren Betrieb und was die Seite leisten soll. Ich sage Ihnen ehrlich, ob sich eine eigene Seite lohnt oder ob ein Baukasten reicht. Eine Antwort bekommen Sie innerhalb von 24 Stunden. Die Anfrage geht über das Kontaktformular.

Häufige Fragen

Ist ein Baukasten für kleine Betriebe grundsätzlich schlechter?

Nein. Für eine einfache Visitenkarte mit wenigen Seiten ist ein Baukasten oft völlig ausreichend. Er stößt an Grenzen, wenn die Seite über Google Kunden gewinnen soll, besondere Funktionen braucht oder lange und ohne laufende Miete betrieben werden soll.

Kann ich später von einem Baukasten zu einer eigenen Website wechseln?

Ja, aber meist als Neuaufbau. Inhalte wie Texte und Bilder können Sie in der Regel mitnehmen, das Design und die Struktur der Seite nicht. Prüfen Sie vor dem Start, was der Anbieter bei einer Kündigung mit Ihren Daten macht.

Rankt eine individuell programmierte Seite besser bei Google?

Garantieren kann das niemand. Eine eigene Seite bietet aber mehr Spielraum bei Aufbau, Ladezeit und Technik. Für lokale Sichtbarkeit kommen Inhalte, ein gepflegtes Unternehmensprofil und Bewertungen hinzu, das gilt für jede Art von Website.

Muss ich bei einem Baukasten selbst auf den Datenschutz achten?

Ja, als Betreiber der Seite sind Sie verantwortlich für Impressum, Datenschutzerklärung und eingebundene Dienste. Das gilt unabhängig davon, wie die Seite entstanden ist. Dieser Hinweis ist keine Rechtsberatung, bei Fragen hilft eine Anwältin oder ein Anwalt weiter.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt.

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