Website Statistik auswerten: Diese Zahlen brauchen Betriebe
Für eine kleine Firmenwebsite reichen etwa ein halbes Dutzend Zahlen aus Google Analytics und der Search Console. Wer seine Website Statistik auswerten will, verliert sich schnell in Diagrammen, die keine Entscheidung vorbereiten. Hier steht, welche Werte Ihnen helfen, wo Sie diese finden und was Sie daraus machen.
Zwei Werkzeuge, zwei Blickwinkel
Die Search Console zeigt, was vor dem Klick passiert: wie oft Ihre Seite bei Google auftaucht und wonach die Leute gesucht haben. Google Analytics zeigt, was nach dem Klick passiert: woher Besucher kommen, welche Seiten sie öffnen und ob sie Kontakt aufnehmen. Beide Werkzeuge sind kostenlos. Sie ergänzen sich, ersetzen einander aber nicht.
Beim Datenschutz unterscheiden sich die beiden. Die Search Console liefert Daten von Google selbst und setzt bei Ihren Besuchern keine Cookies. Google Analytics braucht in der Regel eine Einwilligung über ein Cookie-Banner. Das ist keine Rechtsberatung. Klären Sie den Einsatz im Zweifel mit einer fachkundigen Stelle. Eine Übersicht, was auf eine Betriebswebsite rechtlich gehört, finden Sie in der DSGVO Website Checkliste.
Search Console: Diese Zahlen zählen
Öffnen Sie in der Search Console den Bericht „Leistung“ und dort die Suchergebnisse. Oben stehen vier Werte. Zwei davon brauchen Sie wirklich, die anderen zwei mit Vorsicht.
Klicks und Impressionen
Eine Impression heißt: Ihre Seite wurde jemandem in den Suchergebnissen angezeigt. Ein Klick heißt: Er hat sie geöffnet. Impressionen zeigen, ob Google Ihre Seite überhaupt für passende Suchen ausspielt. Klicks zeigen, ob die Leute auch draufgehen.
Steigen die Impressionen und die Klicks bleiben gleich, stimmt meist etwas am Seitentitel oder an der Beschreibung im Suchergebnis nicht. Das lässt sich oft mit wenigen Sätzen verbessern.
Suchanfragen
Unter „Suchanfragen“ sehen Sie, mit welchen Begriffen die Leute Sie gefunden haben. Hier erfahren Sie mehr über Ihre Kunden als in jedem anderen Bericht. Ein Heizungsbauer aus Buxtehude sieht dort vielleicht, dass er für „Heizung Notdienst“ auftaucht, aber nicht für „Wärmepumpe Buxtehude“, obwohl er Wärmepumpen einbaut. Dann fehlt eine Seite zu diesem Thema.
Achten Sie darauf, ob überwiegend Ihr Firmenname gesucht wird. Dann kennen Sie die Leute schon. Neue Kunden suchen nach Leistung und Ort.
Durchschnittliche Position
Die Position ist ein Mittelwert über alle Suchanfragen und Orte. Sie schwankt und taugt nicht als Zielwert. Schauen Sie sie lieber für einzelne Suchanfragen an und beobachten Sie die Richtung über mehrere Wochen.
Indexierung
Im Bericht „Seiten“ unter „Indexierung“ sehen Sie, welche Ihrer Seiten Google aufgenommen hat. Eine Seite, die nicht im Index steht, kann nicht in der Suche erscheinen. Wenn Sie eine neue Leistungsseite veröffentlicht haben und sie nach einigen Wochen nirgends auftaucht, prüfen Sie zuerst hier. Mit der URL-Prüfung können Sie eine einzelne Adresse abfragen.
Google Analytics: Vier Werte reichen
In Google Analytics 4 gibt es viele Berichte. Menünamen ändern sich gelegentlich, die Inhalte bleiben ähnlich. Für einen kleinen Betrieb genügen diese vier Blicke:
- Traffic-Akquisition: Woher kommen Ihre Besucher, etwa aus der organischen Suche, direkt oder über andere Seiten?
- Seiten und Bildschirme: Welche Seiten werden am häufigsten geöffnet?
- Gerät: Wie viele Besucher kommen mit dem Handy?
- Key Events: Wie oft wurde das Kontaktformular abgeschickt oder auf die Telefonnummer getippt?
Der letzte Punkt ist der wichtigste, wird aber am häufigsten vergessen. Key Events, früher Conversions genannt, zählen nur, was Sie vorher einrichten. Ohne diese Einrichtung wissen Sie, wie viele Leute da waren, aber nicht, wie viele angefragt haben. Lassen Sie Formular, Telefonklick und E-Mail-Link als Ereignisse messen.
Was Sie getrost übergehen können
Die Echtzeit-Ansicht ist unterhaltsam, hilft aber bei keiner Entscheidung. Auch Alter und Geschlecht der Besucher bringen einem Handwerksbetrieb selten etwas. Die Sitzungsdauer sagt wenig, weil jemand, der Ihre Telefonnummer sucht, die Seite nach zehn Sekunden zufrieden verlassen kann.
Auch die Absprungrate sollten Sie nicht allein bewerten. Eine Kontaktseite mit hoher Absprungrate kann gut funktionieren, wenn die Leute danach anrufen. Entscheidend ist, was die Besucher am Ende tun.
Der monatliche Check
Einmal im Monat reicht. Täglich nachzusehen verleitet dazu, auf Zufallsschwankungen zu reagieren. Bei kleinen Websites mit wenigen Besuchern schlagen einzelne Tage stark aus.
- Search Console öffnen und den letzten Monat mit dem Vormonat vergleichen: Klicks und Impressionen.
- Die zehn wichtigsten Suchanfragen ansehen. Fehlt eine Leistung, die Sie anbieten?
- Im Indexierungsbericht prüfen, ob neue Seiten aufgenommen wurden und ob Fehler gemeldet werden.
- In Analytics die Kanäle und die meistbesuchten Seiten ansehen.
- Die Zahl der Anfragen über Formular, Telefon und E-Mail notieren.
- Eine einzige Maßnahme festlegen, zum Beispiel einen Seitentitel überarbeiten.
Notieren Sie die Werte in einer einfachen Tabelle. Nach einigen Monaten sehen Sie Muster, etwa dass im Winter mehr nach Heizung gesucht wird. Das hilft beim Planen von Inhalten.
Was Sie aus den Zahlen ableiten
Zahlen sind nur dann nützlich, wenn eine Handlung folgt. Ein paar typische Fälle:
Viele Besucher, wenig Anfragen. Prüfen Sie, ob Telefonnummer und Kontaktformular auf jeder Seite sofort sichtbar sind, vor allem am Handy. Öffnen Sie Ihre Seite dafür selbst auf dem Smartphone.
Viele Impressionen, wenig Klicks. Schreiben Sie Titel und Beschreibung der betroffenen Seite so, dass klar wird, was Sie anbieten und wo.
Kaum Besucher aus der Suche. Schauen Sie, ob Ihre Leistungen eigene Seiten haben und ob der Ort genannt wird. Auch das Google Unternehmensprofil spielt für lokale Suchen eine Rolle. Wie Sie es pflegen, steht in der Anleitung zum Unternehmensprofil. Dort sehen Sie auch Anrufe und Routenanfragen, die in Analytics nicht auftauchen.
Zahlen weichen zwischen den Tools ab. Das ist normal. Die Search Console zählt Klicks in der Suche. Analytics zählt Besuche, aber nur von Personen, die der Messung zugestimmt haben.
Wenn Sie Ihre lokale Sichtbarkeit gezielt verbessern wollen, finden Sie auf der Seite zu SEO in Stade und Umgebung mehr dazu, wie ich dabei vorgehe. Garantien für Platzierungen gibt es dabei nicht, denn Google entscheidet selbst. Wer die Zahlen regelmäßig liest, sieht aber früh, ob Maßnahmen wirken.
Richten Sie als ersten Schritt die Search Console ein und notieren Sie noch heute die Klicks und Impressionen der letzten drei Monate als Ausgangswert.
Häufige Fragen
Reicht die Search Console allein aus?
Für die Sichtbarkeit bei Google ja, denn sie zeigt Suchanfragen, Klicks und Indexierung. Ob aus Besuchern Anfragen werden, sehen Sie dort nicht. Dafür brauchen Sie ein Analysewerkzeug mit eingerichteten Kontakt-Ereignissen oder zumindest eine Liste Ihrer eingegangenen Anfragen.
Wie oft sollte ich meine Website-Statistik prüfen?
Für einen kleinen Betrieb genügt ein Termin pro Monat. Bei wenigen Besuchern schwanken die Werte von Tag zu Tag stark und sagen wenig aus. Vergleichen Sie immer ganze Monate oder Wochen miteinander.
Warum zeigen Analytics und Search Console unterschiedliche Zahlen?
Die Tools messen Verschiedenes. Die Search Console zählt Klicks aus der Google-Suche. Analytics zählt Besuche aller Herkunftsarten, aber nur von Personen, die der Messung zugestimmt haben. Exakt gleiche Zahlen sind deshalb nicht zu erwarten.
Brauche ich für Google Analytics ein Cookie-Banner?
In der Regel ist für die Messung mit Google Analytics eine Einwilligung der Besucher nötig, die üblicherweise über ein Cookie-Banner eingeholt wird. Das ist keine Rechtsberatung. Lassen Sie die konkrete Einrichtung fachkundig prüfen.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt.