Webdesign und SEO · · 6 Min. Lesezeit · von Fabian Kretzschmar

Website Arztpraxis erstellen: Pflichtangaben und Inhalte

Wer eine Website für eine Arztpraxis erstellen lässt, muss mehr beachten als ein Tischler oder ein Friseur. Neben dem normalen Impressum gelten berufsrechtliche Angaben, Werbebeschränkungen und ein strengerer Blick auf den Datenschutz, weil Gesundheitsdaten besonders geschützt sind. Dieser Beitrag zeigt, was auf die Seite gehört, was Sie lieber weglassen und wie Patienten in Stade und Hamburg Ihre Praxis finden.

Der Beitrag ist keine Rechtsberatung. Welche Pflichten für Sie gelten, hängt von Ihrer Berufsgruppe, Ihrem Bundesland und Ihrer Kammer ab. Klären Sie die Texte im Zweifel mit Ihrer Kammer oder einem Fachanwalt für Medizinrecht ab.

Das Impressum einer Praxis

Jede geschäftsmäßige Website braucht ein Impressum, das von jeder Seite aus mit einem Klick erreichbar ist. Bei Praxen kommen Angaben dazu, die ein normaler Betrieb nicht machen muss.

Typisch sind diese Punkte, je nach Berufsgruppe unterschiedlich:

  • Name, Anschrift der Praxis, E-Mail-Adresse und ein weiterer schneller Kontaktweg, etwa die Telefonnummer
  • gesetzliche Berufsbezeichnung und der Staat, in dem sie verliehen wurde
  • zuständige Ärztekammer, Psychotherapeutenkammer oder Aufsichtsbehörde
  • Hinweis auf die berufsrechtlichen Regeln, zum Beispiel die Berufsordnung, und wo man sie einsehen kann
  • bei Gemeinschaftspraxen die Rechtsform und die Namen der Berechtigten
  • Umsatzsteuer-ID, falls vorhanden

Heilpraktiker, Physiotherapeutinnen und Psychotherapeuten haben jeweils andere Kammern, Behörden und Bezeichnungen. Kopieren Sie deshalb kein Impressum aus einer fremden Praxis, auch nicht aus derselben Stadt.

Was Werbung für Heilberufe einschränkt

Für Praxen gilt das Heilmittelwerbegesetz und das ärztliche Berufsrecht. Beide begrenzen, wie Sie sich auf der Website darstellen dürfen. Das trifft vor allem Texte über Behandlungen.

Vorsichtig sein sollten Sie bei diesen Dingen:

  • Heilversprechen wie "Schmerzen verschwinden garantiert"
  • Vorher-Nachher-Bilder, besonders bei operativen und ästhetischen Eingriffen
  • Patientenstimmen und Dankschreiben auf der eigenen Seite
  • Superlative wie "die beste Praxis der Region"

Sachliche Information ist dagegen kein Problem. Schreiben Sie, welche Untersuchungen Sie anbieten, wie sie ablaufen und für wen sie sinnvoll sind. Das hilft Patienten mehr als Werbesprache und schützt Sie vor Abmahnungen.

Datenschutz bei Patientenkontakt

Gesundheitsdaten gehören nach der DSGVO zu den besonders geschützten Daten. Auf der Website fallen sie dort an, wo Patienten Ihnen etwas schreiben oder einen Termin buchen. Eine allgemeine Datenschutzerklärung hilft ihnen nicht, wenn das Formular dahinter nicht stimmt. Eine Übersicht über die Grundlagen finden Sie in der DSGVO-Checkliste für Ihre Website.

Kontaktformular

Fragen Sie nur ab, was Sie für eine Antwort brauchen: Name und Rückrufnummer reichen oft. Ein freies Feld für Beschwerden und Symptome lädt dazu ein, Gesundheitsdaten zu schicken. Setzen Sie darüber einen klaren Hinweis, dass Notfälle nicht über das Formular laufen. Die Übertragung muss verschlüsselt sein, also über HTTPS.

Online-Terminbuchung

Nutzen Sie ein externes Terminsystem, brauchen Sie in der Regel einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit dem Anbieter. Prüfen Sie, wo die Daten gespeichert werden, und nennen Sie das System in der Datenschutzerklärung. Alternativ reicht ein gut sichtbarer Hinweis auf Telefon und Praxisverwaltung, wenn Sie keine Online-Buchung wollen.

Externe Dienste einbinden

Google Maps, Videos und Schriften von fremden Servern übertragen Daten an Dritte. Schriften lassen sich lokal speichern. Die Karte können Sie erst nach Klick laden oder durch ein Bild mit Link zur Route ersetzen. So kommen Sie oft ganz ohne Cookie-Banner aus, sofern Sie keine Statistik- oder Werbedienste einsetzen.

Inhalte, die Patienten suchen

Patienten besuchen eine Praxis-Website meist mit einer konkreten Frage. Wann hat die Praxis offen, wie komme ich hin, wie bekomme ich einen Termin. Wer das nicht in wenigen Sekunden findet, ruft an oder sucht weiter.

Diese Inhalte sollten ohne Suchen sichtbar sein:

  • Sprechzeiten und aktuelle Hinweise wie Urlaub oder Vertretung, am besten im Kopfbereich der Startseite
  • Telefonnummer mit Link, damit sie auf dem Smartphone direkt wählbar ist
  • Hinweis auf den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117 und den Notruf 112
  • Anfahrt mit Parkmöglichkeiten, Bushaltestelle und Angaben zum barrierefreien Zugang
  • Hinweis, ob Sie gesetzlich und privat Versicherte behandeln
  • was zum ersten Termin mitzubringen ist, etwa Versichertenkarte und Überweisung

Dazu kommen Seiten für Ihre Leistungen. Legen Sie pro wichtiger Leistung eine eigene Seite an, statt alles auf einer langen Seite aufzulisten. Eine Seite zu Vorsorge, eine zu Impfungen, eine zu Ihrem Schwerpunkt. Das hilft Besuchern beim Lesen und Google beim Zuordnen.

Ein Team-Bereich mit Foto, Name und Qualifikation schafft Vertrauen, bevor jemand zum ersten Mal in der Praxis steht. Das gilt auch für kleine Praxen mit zwei oder drei Personen.

Besonderheiten bei Therapeuten

Bei Psychotherapie, Physiotherapie oder Ergotherapie kommt es auf andere Fragen an. Patienten wollen wissen, ob sie überhaupt einen Platz bekommen, wie das Erstgespräch abläuft und wer die Kosten trägt.

Schreiben Sie deshalb offen, ob aktuell Plätze frei sind oder eine Warteliste besteht, und ändern Sie den Hinweis, sobald sich etwas ändert. Erklären Sie das Erstgespräch in wenigen Sätzen. Nennen Sie, welche Kostenträger infrage kommen und was Selbstzahler wissen müssen. Bei Therapien mit sensiblen Themen lohnt sich ein ruhiger Ton ohne Fachbegriffe, die Betroffene abschrecken.

Gefunden werden in Stade und Hamburg

Patienten suchen meist nach der Fachrichtung und dem Ort, zum Beispiel Hausarzt in Stade oder Physiotherapie in Hamburg-Harburg. Der Ort und der Stadtteil gehören deshalb in Titel, Überschriften und Texte, aber natürlich eingebunden und nicht als Aufzählung von Stadtnamen.

In Hamburg ist die Konkurrenz größer. Hier hilft es, den Stadtteil und die Leistung klar zu benennen. In Stade und im Umland reicht oft schon eine saubere Seite pro Leistung, ein vollständiges Google-Profil und gleiche Angaben zu Adresse und Telefon überall im Netz. Wie Sie das Profil einrichten, steht in der Anleitung zum Google Unternehmensprofil. Ein Ranking lässt sich dadurch nicht garantieren, aber die Grundlagen stimmen.

Technik, die Praxen oft vergessen

Die meisten Besucher kommen mit dem Handy, oft unterwegs oder abends. Prüfen Sie, ob Telefonnummer, Sprechzeiten und Anfahrt auf dem kleinen Bildschirm ohne Zoomen lesbar sind. Die Seite sollte schnell laden, und Texte brauchen ausreichend Kontrast und Schriftgröße, weil viele Patienten älter sind oder schlecht sehen.

Auch die Pflege gehört dazu. Veraltete Sprechzeiten oder ein Urlaubshinweis vom letzten Jahr kosten Vertrauen. Legen Sie fest, wer Änderungen eintragen darf und wie schnell sie online sind.

So gehen Sie vor

Sammeln Sie zuerst die Angaben für Impressum und Datenschutz bei Ihrer Kammer. Legen Sie danach fest, welche Leistungen eigene Seiten bekommen und wie Patienten Termine erhalten sollen. Erst dann folgt das Design. Ich baue Praxis-Websites ohne Baukasten, mit Festpreis vorab, und sie gehen in der Regel in ein bis zwei Wochen online. Mehr zu Praxen und Betrieben in der Region finden Sie unter Webdesign in Stade.

Häufige Fragen

Was muss im Impressum einer Arztpraxis stehen?

Neben Name, Anschrift, E-Mail und einem weiteren Kontaktweg gehören meist die Berufsbezeichnung mit dem Verleihungsstaat, die zuständige Kammer und ein Hinweis auf die berufsrechtlichen Regeln hinein. Die Angaben unterscheiden sich je nach Berufsgruppe. Das ist keine Rechtsberatung, lassen Sie den Text von Ihrer Kammer oder einem Fachanwalt prüfen.

Dürfen Praxen Patientenbewertungen auf der Website zeigen?

Werbung mit Äußerungen von Patienten ist für Heilberufe eingeschränkt. Was im Einzelfall erlaubt ist, hängt vom Berufsrecht und vom Heilmittelwerbegesetz ab. Klären Sie das vorab mit Ihrer Kammer oder einem Fachanwalt für Medizinrecht.

Braucht eine Praxis-Website ein Cookie-Banner?

Nur wenn Dienste eingesetzt werden, die eine Einwilligung erfordern, etwa Statistik, Werbepixel oder eingebettete Karten und Videos. Wer solche Dienste weglässt oder erst nach Klick lädt, kommt oft ohne Banner aus. Das hängt vom Einzelfall ab.

Darf ich Gesundheitsfragen im Kontaktformular abfragen?

Gesundheitsdaten sind besonders geschützt. Fragen Sie im Formular nur nach Name und Rückrufnummer und weisen Sie darauf hin, dass keine Symptome oder Notfälle geschildert werden sollen. Wenn Sie Daten abfragen wollen, sollten Sie das mit Ihrem Datenschutzbeauftragten oder einer Rechtsberatung klären.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt.

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